Oberbauvorschriften
DV 820
Anlage 7

Teeren von Oberbauteilen

(1) Alle Schraubenverbindungen sind gut gangbar zu halten und vor Rost zu schützen. Dazu ist Teer besonderer Zusammensetzung - Kleineisenteer - zu verwenden. Die Schraubengewinde sind in den Teer einzutauchen, und die Schraubenmuttern sind mit einer Teerkappe zu überziehen. Die Klebwirkung des Teeres am Schraubengewinde trägt dazu bei, daß sich die Schraubenmutter nicht von selbst löst. trotzdem aber gangbar bleibt.

(2) Die Schrauben der Gleise und Weichen, die Anlageflächen der Laschen, die Laschenkammern der Schienen und die Ausfräsungen der Rippenplatten sind bei der Auswechslung, Erneuerung und Unterhaltung zu teeren. Die Laschenschrauben sind hierbei auf Gewindelänge, die Schwellenschrauben bis zum Kopf  und die Hakenschrauben ganz in den Teer einzutauchen.

(3) Die Teerkappen der Laschen- und Hakenschrauben sind erst herzustellen, nachdem die Schrauben nachgezogen worden sind. In stark rostenden Gleisen sind auch die Köpfe der Schwellenschrauben mit Teerkappen zu überziehen.

(4) Zum Teeren der Schraubengewinde ist dünnflüssiger, für die Herstellung der Teerkappen dickflüssiger Kleineisenteer zu verwenden. Wenn der Teer in kühler Jahreszeit zu zähflüssig ist, muß er bis zur nötigen Dünnflüssigkeit erwärmt werden, und zwar vorsichtig, damit nicht durch zu starke Erhitzung Teile des Teeröles verdampfen.

(5) Wundstellen an Holzschwellen, Brückenbalken usw können ebenfalls durch Anstrich mit Kleineisenteer geschützt werden.


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